oder Was bedeutet „ambivertiert“ für mich?
Ich weiß nicht mehr wie es dazu kam, aber irgendwann habe ich meinen Vater mal gefragt: „Papa, glaubst du ich bin eher introvertiert oder extrovertiert?“ und seine Antwort war: „Du bist auf jeden Fall extrovertiert.“ Aber ehrlich gesagt: nein. Nicht das ich ihm 100% widerspreche, aber ich würde mich heute nie als extrovertiert bezeichnen. Ja ich mag Menschen, ja ich mag es in einer Gruppe Zeit zu verbringen. Aber ich erreiche immer den Punkt an dem es zu viel wird. Und dann brauche ich Zeit für mich, Zeit meine Batterie aufzuladen. Und dieser Umschwung kann sich andeuten - oder er kommt so schnell wie das umlegen eines Lichtschalters. Ich bin ambivertiert.
Tatsächlich ist die Mehrheit der Menschen ambivertiert, aber immer noch teilen wir uns meist in extrovertierte oder introvertierte Menschen ein. Aber natürlich ist das alles ein Spektrum auf dem wir uns bewegen.
Und gerade die letzten Wochen merke ich wie meine Batterie wieder leer wird. Durch meinen aktuellen Erasmus Aufenthalt bin ich praktisch 24/7 von Menschen und Möglichkeiten umgeben. Es gibt keinen Rückzugsort, ich habe kein Zimmer für mich alleine, man trifft immer Menschen in der Küche oder hört Leute um sich herum. Und ich merke wieder wie mir alles zu viel wird und ich eigentlich gerade einfach mal Ruhe bräuchte. Meine soziale Batterie läuft auf Stromsparmodus und meine Gesundheit leidet darunter.