Mittwoch, 5. Mai 2021

Kurzmeinung: Ich bin Linus


Titel: Ich bin Linus
Autor: Linus Giese
Länge: 6h 11Min

Inhalt: 

Linus ist 31, als er das erste Mal laut ausspricht, ein Mann und trans zu sein. Dabei weiß er das seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch die Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte, hat ihn lange schweigen lassen. Mit diesem Satz - «Ich bin Linus» - beginnt sein neues Leben. Ein Leben, das nicht mehr von Scham, sondern von einem Gefühl der Befreiung geprägt ist. Obwohl er sich fast täglich aufs Neue erklären muss: beim Arzt, beim Friseur, beim Umgang mit Fremden. Offen erzählt Linus von seiner zweiten Pubertät, bürokratischen Hürden, positiven wie negativen Reaktionen - und dem unglaublichen Glücksgefühl, als er endlich einen Personalausweis mit seinem Namen in den Händen hält.

Sonntag, 2. Mai 2021

„I am Elektra“

Titel: I am Elektra
Autor: Christian Handel
Verlag: ueberreuter

"Die furiose Fortsetzung des Near-Future-Thrillers "Becoming Elektra".

Inhalt:

Elektra Hamilton erwacht mit dem schlimmsten Hangover, dass sie sich vorstellen kann. Auf welcher Party war sie am vorherigen Abend? Und wieso fühlt sie sich als wäre sie ein anderer Mensch oder zumindest nicht mehr in ihrem eigenen Körper? Schnell muss sie feststellen, dass sie tatsächlich nicht mehr in ihrem Körper steckt, sondern in dem ihres Klons Kelsey. Aber als würde das nicht reichen hat ihr anderer Klon Isabel auch noch ihr Leben übernommen. Und diese dauerhaften Kopfschmerzen quälen Elektra dauerhaft.


Meine Meinung:

„I am Elektra“ war für mich eine sehr willkommene Neuerscheinung in diesem Jahr. Schon 2019 war „Becoming Elektra“ ein unerwartetes Highlight zum Jahresabschluss. Aber auch ein Buch, dass als Einzelband ausgelegt, mit vielen offenen Fragen geendet hat. Umso begeisterter war ich dann natürlich als ich die Ankündigung von Teil zwei gesehen habe, der die Geschichte von Elektra, Isabel und Kelsey fortgesetzt. Dieses Mal aus Sicht von Elektra. Oder vielleicht doch nicht Elektra? 

!Kleiner Spoiler!

Mittwoch, 31. März 2021

Darfst du weiterleben?

Der Kreis (Filmvorstellung)
2015 ‧ Horror/Thriller ‧ 1 h 27 min ‧ Sprache: Englisch

50 Menschen sind in einem Raum gefangen. 49 von ihnen werden sterben. Höchstens einer hat die Chance zu überleben. Und sie haben gegenseitig die Macht dazu zu entscheiden wer stirbt. Wie urteilen sie über Leben und Tod?

Meine Meinung:
Ich habe mich lange davor „gedrückt“ den Film zu schauen, weil ich wusste, dass er mich aufregen wird. Menschen entscheiden übereinander wer es verdient hat zu leben und wer nicht? Wie perfide. Aber so sind wir. Wie glaube mit irgendwelchen Begründung das Recht zu haben urteilen zu können wer besser oder wichtiger ist als jemand anderes. Du bist alt? Du stirbst. Du bist Schwarz? Du stirbst. Du bist Rassist? Du stirbst. Und vor allem - kannst du überhaupt irgendjemandem vertrauen?

Der Film zeigt deutlich die Abgründe unserer Gesellschaft, denn auch als Zuschauer fängt man an darüber nachzudenken, wer von den Menschen überleben sollte. Ist es das Kind oder die Schwangere? Oder entscheidet man sich am Ende doch immer für sich selber?