Donnerstag, 18. Dezember 2025

Stadt der Magier und Diebe [Rezension]

Stell dir vor, du bist in der scheinbar aussichtslosesten Situation deines Lebens - du sollst als Arbeitssklave verkauft oder hingerichtet werden. In dieser Situation lernen wir Protagonist Cor in "Die Stadt der Magier und Diebe" von Judith Mohr kennen. 

Cor ist ein junger Taschendieb, der seit einigen Jahren auf der Straße lebt, nachdem er von seiner Mutter vor die Tür gesetzt wurde. Aufgesammelt von der Diebesgilde wird er zu einem guten Dieb ausgebildet und muss verschiedene kleine und größere Diebstähle für sie erledigen. Bis er zum zweiten Mal
erwischt wird und damit sein Schicksal besiegelt scheint.

Aber er hat wohl das bekannte "Glück im Unglück", denn er entgeht dem Strick und wird vom Magier Jonathan Fossell gekauft, der in ihm aber weit mehr sieht, als nur einen Sklaven. Er ernennt Cor zu seinem Lehrling, nachdem dieser kleine Anzeigen von Magie in sich zeigt und schnell stellt sich heraus: Fossel benötigt Cors Hilfe. Denn in der Stadt kommt es immer häufiger zu ungewöhnliche Diebstähle, Morden und Explosionen. Ein anderes Mitglied der Magier*innen muss die Hände im Spiel haben. Gemeinsam kommen die beiden der Ursache des Unheils schnell näher - und noch schneller muss Cor lernen, mit seiner eigenen Magie umzugehen. Denn in ihm schlummert weitaus mehr, als nur ein kleiner Funke.

Das Buch war für mich eher ein Zufalls-Fund, aber dafür ein sehr glücklicher. Endlich mal wieder eine kleine Fantasy Geschichte, die einen nicht erschlägt und die mich so abholt, dass ich Lust habe, auch den nächsten Band zu lesen.

Samstag, 20. September 2025

Sommerhighlight: Sommergeflüster von Quinn Menger

*Rezensionsexemplar*
Ein Traum. Zwei Schicksalsschläge. Drei Tänzer*innen.  

In einer Vertical Dance Show zu tanzen ist Johannas großer Traum. Senkrecht in der Luft, eine Hauswand als ihre Bühne. Aber ihr eigener Körper könnte ihr einen Strich durch die Rechnung machen. Trotzdem scheint zunächst alles perfekt zu laufen. Aber dann trifft sie schon beim Casting für die große Tanzshow auf Marek. Marek, der von Anfang an abweisend zu ihr ist und mit dem sie eine Liebespaar für das Stück mimen soll.... und dabei merkt, dass sie eine echte  Anziehung zu ihm spürt. Dabei ist Johanna eigentlich glücklich mit ihrer Freundin Ayna. Als dann auch noch ein neuer Mitbewohner, Sable, auftaucht wird es für Ayna emotional schwierig - kann sie Johanna mit so vielen Menschen "teilen"? Aber auch zwischen Sable und Johanna ist etwas, Johanna erkennt sich in seinen Augen wieder. Und schon bald wird sie mit der drängenden Frage konfrontiert, wer sie ohne das Tanzen ist und was ihr Herz eigentlich will. 

Ich glaube dieser Roman war eins der einfühlsamsten und ehrlichsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. 

Montag, 8. September 2025

10/10 für das queere Whodunit von Lev AC Rosen

Nach CAMP, habe ich mit Lavender House schon das zweite Buch von L.C. Rosen / Lev AC Rosen gelesen und muss auf das nächste warten... hallo @Second Chances Verlag, wann kommt Nachschub?

Ich könnte jetzt gar nicht sagen, welches Buch mir besser gefallen hat, denn Rosen beweist mit Lavender House: er kann einfach schreiben - und das in verschiedenen Genre. Lavender House ist ein spannender Whodunit, bei dem man auf jeder Seite begeistert mit rätselt und versucht herauszufinden wer der - oder die - Mörder*in sein könnte. Aber worum geht es eigentlich:

Lavender House, 1952: Nach dem Tod der Matriarchin Irene Lamontaine, Kopf des Lamontaine-Seifenimperiums, fürchten die Bewohner des Anwesens, dass sich ein Mörder unter ihnen befindet. Irene hütete streng geheime Rezepturen – doch das sind nicht die einzigen Geheimnisse hinter diesen Toren.