Samstag, 1. Februar 2020

Knives Out – Mord ist Familiensache

Ja, der Film ist nicht gestern erst raus gekommen. Ja, die meisten werden den Film schon kennen. Aber trotzdem wollte ich meine Meinung dazu raushauen. Deshalb hiermit: Herzlich Willkommen bei der Filmkritik zu "Knives Out". - Vorsicht! Sie ist nicht ganz Spoiler frei.


Erstmal eine kurze Zusammenfassung:
Harlan Thrombey ist ein berühmter Krimiautor. Am Morgen nach seinem 85. Geburtstag findet ihn seine Haushälterin mit durch geschlitzter Kehle tot in seinem Zimmer. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber der Privatdetektiv Benoit Blanc traut der Sache nicht und beginnt im Auftrag eines Unbekannten mit den Ermittlungen. Schnell stellt sich heraus, dass jedes Familienmitglied etwas zu verbergen hat. Einzig und allein Harlans Pflegerin Marta scheint aufrichtig. Benoit Blanc sucht sie aus, um ihm bei den Ermittlungen zu helfen. Das Besondere: Marta kann nicht
Lügen, denn dann muss sie sich jedes Mal übergeben und deckt somit selber ihre Lüge auf.

Meine Meinung:
Der Wahnsinn. Die Besetzung, die Geschichte, das Setting - eigentlich kann ich mich wirklich nicht beklagen. Die Hauptrolle des Detektives übernimmt Daniel Craig, der der breiten Masse als Agent 007 bekannt sein dürfte. Ihm gegenüber die Verdächtigen Familienmitglieder, die unter anderem von der preisgekrönten Jamie Lee Curtis und dem, als Marvel Held bekannten, Chris Evans verkörpert werden. Eine Star Besetzung, die viel Gelegenheit bekommt ihre Schauspielkünste zu beweisen. Vor allem in vielen Gesprächsszenen inklusive Rückblicken in die Vergangenheit bekommen alle Charaktere viel Screentime. So kann man nicht nur die Talente der Schauspieler bewundern, sondern auch die Geschichten der Personen gut verfolgen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Man glaubt relativ schnell zu wissen, was passiert ist und wer Mitschuld am Tod des Krimiautors trägt. Nach und nach scheint es dann aber doch nicht mehr so einfach zu sein.
SPOILER
Es sieht aus als wäre es offensichtlich, dass seine Pflegerin Marta schuld an Harlans Tod ist. Sie hat am Abend seines Todes seine Medikamente verwechselt, wodurch er eine Überdosis eines falschen Medikaments genommen hat. Um sie zu schützen, will er seinen bevorstehenden Tod wie Selbstmord aussehen lassen und erklärt ihr was sie tun muss, damit sie keiner verdächtigt. Durch ihre Nervosität passieren ihr allerdings gravierende Fehler. So ist sie nicht nur auf den Überwachungskameras zu sehen, sondern hinterlässt auch ihre Fußspuren. Der Zuschauer denkt zu wissen was an dem Abend passiert ist. Aber mitnichten! Wäre es so einfach könnte der Film nach spätestens einer Stunde zu Ende sein.
Natürlich ist er das nicht. Denn in Wahrheit ist Marta nicht Schuld am Tod von Harland. Wer nun aber seinen Tod verursacht hat und wie alles abgelaufen ist solltet ihr dann doch lieber selber sehen. Der Film ist sehr spannend, unglaublich lustig und man weiß bis zu den letzten Minuten noch nicht genau, was passiert ist.
Ein toller Krimi, der an Agatha Christie erinnert und in allen Punkten überzeugen kann.

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